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Die Bode - verletzliche Schöne

Natur + Reisen, Land + Leute • 29.03.2026 • 21:00 - 21:45
Viele kennen die Bode als Gebirgsfluss in tiefen Harztälern – hier im Salzlandkreis bei Egeln aber ist es ein breiter Fluss, oft mit Auenlandschaften.
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Die Bode fasziniert ihn seit langem: Volker Lüderitz, Professor für Hydrobiologie und Gewässerökologie an der Hochschule Magdeburg-Stendal. „Es ist ein ganz besonderer Fluss, der seinen Charakter immer wieder ändert.“
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Reimo Heilein ist Gewässerwart an der Bode und Mitstreiter bei der „IG Bode-Lachs“: Die Gemeinschaft kämpft für einen saubereren Fluss und mehr Artenvielfalt bei den Fischen.
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Dirk Gronowski ist Ranger im Nationalpark Harz – und hat einen wachen Blick auf die Vogelpopulation entlang der Bode-Quellflüsse.
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Originaltitel
Die Bode - verletzliche Schöne
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2022
Natur + Reisen, Land + Leute
In einem grünen Klassenzimmer lernen Schüler in Gröningen mitten in der Natur. Nicht nur die Landschaften der Bode sind für Bootstouristen und Wanderer beeindruckend. Auch die Tierwelt: Eisvögel, Bachstelzen, Fledermäuse - viele sind mit etwas Glück hier und da zu beobachten. "Die Bode ist ein ganz besonderer Fluss, der seinen Charakter immer wieder ändert", sagt Volker Lüderitz von der Fachhochschule Magdeburg/Stendal. Der Umweltforscher hat die Bode zu seinem Lieblingsprojekt gemacht: Der Fluss soll für Fische wieder besser passierbar werden. Auch andere Tiere sollen sich rund um die Bode wieder heimisch fühlen: Im Nationalpark Harz werden gerade seltene Wasseramseln angesiedelt. Hier beobachtet Ranger Dirk Gronowski, wie Veränderungen in Fluss und Wald sich auf die Tierwelt auswirken. Weiter flussabwärts ist Heimo Reilein mit der Bode eng verbunden: Er ist Gewässerwart aus Dedeleben. Und als Angler setzt er sich auch für Fischartenschutz ein - gemeinsam mit der Interessengemeinschaft Bode-Lachs. Sie will im Fluss gern den Lachs ansiedeln: Die Bode habe die Voraussetzungen, damit ein deutschlandweites Vorzeigeprojekt zu werden, schwärmt Reilein. Doch auch Umweltprobleme plagen den Fluss: In Staßfurt gab es in den letzten Jahren mehrmals Fischsterben - Naturschützer vermuten die Industrie als Verursacher. Wo die Bode ihren Lauf beendet und in die Saale mündet, liegt Nienburg. Die alte Schifferstadt hatte einst drei Zementwerke. Auch der Baustoff für den Berliner Fernsehturm kam von dort. Nur noch ein Werk ist übrig. Dennoch hat die Kleinstadt kaum Wohnungsleerstand, zieht im Gegenteil junge Leute an. Die Bode - ein "Rivermovie", das mit Menschen links und rechts des Flusses diesen Teil des Ostens entdeckt.